24h MTB Weltmeisterschaft in Sulzbach-Rosenberg (D)
Autor: gerald, 24. Aug 2009

Das hätte für mich das Rennen des Jahres sein sollen: Ich hatte gut trainiert, ich war nie krank, die 12h MTB WM vor 3 Wochen in Fischbachau war ein guter Test, ich hatte ein super Betreuerteam (danke an Tina, Christina und Bernd) und ein sehr gutes Material und das Wichtigste: Ich war voll motiviert!!!
Dieses Wochenende war der beste Beweis, dass man nicht alles planen und vorhersehen kann, denn bei diesem Rennen sollte alles ganz anders kommen: Ich legte meine Renntaktik so an, dass ich auf gar keinen Fall zu Beginn überziehe, damit ich für die Nachtstunden und für den nächsten Tag noch genügend Reserven hätte. Umso mehr wunderte es mich, dass ich einige Zeit sogar führte (hatte auch die schnellste Rundenzeit -17min13sek- aller Solofahrer). Nach ca. 8h Fahrzeit begann mein rechtes Bein (genauer gesagt, eine Entzündung der Quadricepssehne, die mich seit dem 12h Rennen in Griffen schon belästigt) leicht zu schmerzen und ich entschloss mich, noch etwas mehr zu schonen, d.h. die kurzen knackigen Anstiege mit einem noch leichteren Gang zu fahren und jeden extremen Antritt zu vermeiden. Es schien auch aufzugehen, denn so war das Rennen teilweise fast eine "Bummelfahrt", denn schneller fahren zu können, aber nicht zu dürfen ist "seltsam", aber nicht besonders anstrengend. Da ich trotz dieser Tatsache noch mit Berni (Windhager) auf Platz 2 und 3 fuhr, dachte ich mir, damit kann ich mich schon abfinden, denn das Rennen dauert ja noch lange. DACHTE ich, denn für mich war es nach 12h gelaufen: Im nachhinein hat mir wahrscheinlich die eintretende Kälte in der Nacht den Rest gegeben. Ich konnte vor Schmerzen mit dem rechten Bein die Pedale nicht mehr hinunterdrücken. So fuhr ich gefühlte 90% mit dem linken und 10% mit dem rechten Bein - bergauf musste ich schieben. Trotz diesen Umständen hab ich das Knie dann noch geschmiert, massiert und Knielinge angezogen, aber nach der kurzen Pause ging gar nichts mehr. Vielleicht hätte ich es noch 1h "durchgedrückt" (im wahrsten Sinne des Wortes), aber nicht 12h..... und so entschlossen wir uns, schweren Herzens, das Rennen abzubrechen und nach Hause zu fahren. Als Strafe und weil ich nicht wirklich feritg war, fuhr ich mit dem Auto. Wir waren um 7Uhr morgens zu Hause. Jetzt heißt es regelmäßig Physiotherapie und 2mal am Tag Ultrasschall. I´ll be back (wie die alten Franzosen sagen)...



















