Pressespiegel September 2009
Autor: muskelkater, 09. Sep 2009
http://www.salzi.at/article/sport/12257/
http://www.salzkammergut-rundblick.at/aktuelles/000007__news__5595.htm
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Beinharte Anstiege, glitschige und damit extrem schwierig zu fahrende Downhill-Passagen und natürlich an verschiedenen Stellen furchtbar viel Dreck führten die Teilnehmer an die Grenze der Leistungsfähigkeit.
Die Wetter-Vorzeichen für den 16. MTB Granitbeißer Marathon am Samstag, 5. September 2009 in der Europa- und Tourismusgemeinde St. Georgen am Walde standen ganz auf Sturm. Mit herbstliche Abkühlung und Dauerregen tags zuvor. Aber 320 Bikerinnen und Biker wurden in St. Georgen am Walde mit einem tollen Rennen und einer vielseits gelobten Organisation belohnt.
Für unser Team Muskelkater-Genesis wie es aussieht die besten bedingungen mit 3 Stockerlplätze und einen hervoragenden 8 ten Platz kann sich das Ergebniss unseres Teams sehen lassen.
Platz 1 Elite Herren Wolfgang Krenn
Platz 1 Elite Damen Monika Schachl
Platz 2 Master Herren Adi Grundner
Platz 8 Elite Herren Andre Reitmayr
Das Wochenende stand für mich ganz im Zeichen von Eddy Merckx: Am Samstag bin
ich, gemeinsam mit ca. 30 anderen Leuten aus Sport, Politik und Wirtschaft mit
Eddy Merckx und Rudi Altig eine ca. 45km Runde gefahren mit gemütlichem
"Einkehrschwung" im Gut Aiderbichl! Es zahlte sich aus, dass ich mir noch ein
paar "Tipps" von den Radlegenden holte, denn am Tag danach konnte ich mir den
2.Gesamtplatz (39,5km/h Schnitt) bei der Eddy Merckx Classic über 110km
und 1200Hm sichern! Es machten sich, bei erfrischenden 9°C, knapp 800Starter
auf diese Streckenlänge und noch 10km vor dem Ziel waren wir eine
Führungsgruppe von ca. 50Leuten (und das bei einem knappen 40er Schnitt (!)
Knapp vor dem letzten Anstieg konnte ich mich mit 2 Kontrahenten vom Feld
absetzen und über den Anstieg stetig ausbauen. Es lief alles nach "Plan", bis
zu einer Baustelle ca.3km vorm Ziel: Der spätere Sieger aus Deutschland Tantz
Thomas nützte, nicht ganz fair, die Gelegenheit - als die Rennleitung
Schritttempo durch die Baustelle fuhr und Steiner Klaus (3.Platzierte) und ich
brav hinterm Auto blieben - um in Haaresbreite zwischen Baustelle und
Rennleitung "vorbeizuschlüpfen" und fuhr so, ca. 400m vor der Rennleitung
und uns weg. Gerade nach den Anweisung knapp vor dem Start (und wie es auch im
Reglement steht) hätte ich es mich nicht getraut, die Rennkommissare zu
überholen und so eine Disqualifikation zu riskieren?! Kurz spielte ich mit dem
Gedanken ein Protest einzulegen, aber als ich sah wie sehr er sich freute,
dachte ich mir, dass ist es mir einfach nicht wert!!! Leider konnte
ich auch nicht bei der Siegererhung bleiben, da ich um 11.30Uhr von
Eugendorf abgeholt wurde, um mit meinem Athleten Kreibích Ralph zu einer
Ruderausscheidung nach Ottensheim für die EM zu fahren. Erfolg auf
der ganzen Linie: Er knallte die 2000m so schnell wie schon seit Jahren nicht
mehr herunter (6min58sek), mein anderer Athlet Alex Schrangl gewann die
2.Distanz beim Eddy Merckx und ich wurde 2.,..... da hatten wir uns am Abend
ein Bierchen verdient!Montagabends großer Aufbruch mit unserem vollbeladenen Wohnmobil, ging es über Mailand,Torino, Briaconne in die franz. Alpen.
Dienstagvormittag nach der Ankunft in Pra Loup, erfolgte die Streckenbesichtigung zu Fuß.
Der Zielbereich lag bereits auf einer Höhe von 1600 Meter und der Start befand sich in einer Höhe von 2050 Meter.
Die 3,5 km lange Strecke machte nach der ersten Besichtigung nicht den schwersten Eindruck, doch da habe ich mich getäuscht, nach 2 Tage Training der 6oo Starter, war der Kurs derartig ausgefahren und wies Bremsrillen bis zu einer Tiefe von 0,5 m auf, außerdem wurde der Kurs durch den Staub sehr rutschig. Bei der Wahl der Reifen, übernahm ich den Trick von den Franzosen und fuhr auf staubtrockener Strecke mit Schlammreifen.
Durch die langen Wartezeiten bei der Seilbahn waren Mittwoch und Donnerstag jeweils nur 4 Trainingsläufe möglich.
Die Franzosen hatten auf diesen Kurs vor kurzem ihre National-Meisterschaften, da sich dies später beim Zeitlauf für Sie als Vorteil herausstellte.
Freitag-Nachmittag wurde der Seeding-Run durchgeführt.In meiner Klasse M 50 mit 52 Startern belegte ich den 5. Platz. Zeit 4,37 min.
Samstagnachmittag ging ich dadurch als 5 letzter auf die Strecke und konnte mich mit einen nahezu perfekten Lauf noch einmal um 8 sec. (4,29 min) steigern, das Ergab für mich unter diesen Umständen, den zufriedenen 4. Platz.
Nach einer herrlichen Spätsommer Woche machten wir uns Samstagabend auf die Heimfahrt und verbrachten am Sonntag am Gardasee noch einen herrlichen Urlaubstag.

"Normale" Menschen entscheiden sich, bei so einem schlechten Tag wie vergangenen Samstag, sich die Anfahrt zu einem Rennen zu sparen oder gar nicht erst aus dem Haus zu gehen. Ich entschloss mich, gerade aus diesem Grund, die Reise nach Krakau (Bezirk Murau) anzutreten, denn nach dem vergangenen Wochenende habe ich noch einiges "gut zu machen"! Zu Beginn war es zwar ziemlich herbstlich, d.h. knappe 15°C, aber zumindest kein Regen. Das sollte sich allerdings nach der ersten von 2 Runden ändern und so viel das Thermometer noch einmal um ein paar Grad und es regnete in Strömen. Es fanden sich 40 Rennfahrer ein, u.a. auch der 2fache Österreich-Rundfahrtsieger Gerrit Glomser um diese Strecke von 45km und knapp 900Hm in Angriff zu nehmen. Von Anfang an ging der spätere 2. platzierte Hannes Koch aus Mariapfarr ein hohes Tempo und konnte sich so von uns lösen. Ich dachte mir, der kommt nicht weit, aber als der Vorsprung dann immer größer wurde, musste ich etwas unternehmen und so nahm ich das Zepter in die Hand und übernahm die Führungsaufgabe. Irgendwie wollte niemand mitfahren und so konnte ich nach der 1. Runde bis auf ca. 20sek an den Führenden herankommen und über 2min von den Verfolgeren herausfahren. Ich wusste das meine Stärke nach der Abfahrt kommen würde, denn ein 3km Anstieg mit ca.10-14% Steigung liegt mir als MTBer besser als das flache oder geschmierte. So war es dann auch, dass ich auf Hannes aufschließen konnte und da wir bereits über 5min auf Gerrit und Co Vorsprung hatten, fuhren wir nebeneinander den Berg hinauf zum Ziel um dort dem Publikum einen Zielsprint zu bieten. Diesen konnte ich für mich entscheiden und siegte schlussendlich in einer Zeit von 1h20min.
Zum Heilungsprozess von meinem Knie: Das Rennen brauchte ich für den Kopf, war aber für die Heilung des Knies nicht unbedingt förderlich! Die Entzündung ist ziemlich hartnäckig, aber auskurieren kann ich mich ja im Winter...!

Zwei Tage dauerte das Erholen vom vergangenen Wochenende und der 24h MTB WM in Sulzbach. Da wir als Betreuerteam (ich- Christina, mein Freund Bernd und Tina- Geris Freundin) von Geri Bauer fungierten, waren wir zwar “nur” übernachtig, ein Marathon war es aber auch für uns . Hier ein kleiner Einblick: Samstag, 6:30 Uhr Aufbruch nach Sulzbach, um 10 Uhr Einrichten des Fahrerlagers und erste Einweisungen von Tina (erfahrene Betreuerin und Geris Freundin), Besichtigung des Geländes (alte Eisenhütte – sehr spektakulär!), noch mal Einführungen zu diversen Nahrungsmitteln (kein Doping!!!!) von Geri (man kann Nudeln aus einem Pappbecher am Radl sitzend “essen”!), 13 Uhr Start. Und das war erst der erste Teil. Wer denkt, einem Betreuer wird bei so einem Rennen fad, der hat sich gewaltig getäuscht. Eine Runde dauert im Schnitt 20 Minuten. Dazwischen gilt es den klaren Anweisungen von Geri zu folgen “nächste Runde Nudeln” – also Nudeln vorzubereiten, den Fahrer, der in Führung liegt zu stoppen (im wahrsten Sinne des Wortes – unsere Zeitnehmung machte ihn durchaus nervös!) und Geri die Nudeln in die Hand zu drücken zu versuchen wobei er schreit: “na, keine Nudeln, Apfel nächste Runde”. Dazwischen heben Fragen von Geri wie “wo ist die Servicestelle, meine Kette droht zu reißen” die Spannung im Betreuerteam. Wenns dann finster wird und man vorher schon Probleme hatte, Geri heran brausen zu sehen (”Startnummer 30, Startnummer 30 – rotes Leiberl, wo bleibt er?” inkl. nervösem auf die Uhr schauen), wird es noch spannender. Die grellen Scheinwerfer blenden so, dass man halbblind versucht, die kleinsten Merkmale auszumachen (kein Helmlicht, das sieht nach Geri aus, “Geri??!!!!!!”). Ein kurzes “ja” vom Fahrer erleichtert die Getränke/Nahrungsausgabe erheblich! Geris Lichtmontage funktioniert – wie beim Formel 1 Boxenstopp kümmern sich drei Personen um Licht drauf, Akku in Flaschenhalterung, frische Trinkflasche rein,… zack, zack, zack und wieder rauf aufs Rad. Dann wird es ruhig am Gelände. Die Partymacher gehen nach Hause und die Fahrer spulen Runde um Runde ab. Die Betreuer versuchen eine erste Runde zu schlafen bzw. sich in Schlafsäcke zu wickeln weil es saukalt wird. Komisch, einige Fahrer sind noch mit kurzer Hose und ärmellos unterwegs. Regelmäßig wird der Zwischenstand überprüft und dazwischen immer wieder ein Abstecher ins Betreuungszelt gemacht um Kaffee bzw. heiße Suppe zum Wärmen zu holen. Und dann, gegen 1 Uhr in der Nacht zeichnet sich ein nahendes Ende des Rennens (für Geri und seinen Betreuerstab) ab. Die Rundenzeiten werden schlechter und Geris Info, dass er nur noch mit einem Bein tritt, ("So fuhr ich gefühlte 90% mit dem linken und 10% mit dem rechten Bein – bergauf musste ich schieben") lassen Schlimmes erahnen. Um 1:30 ein letzter Versuch mit Massage und eine letzte Runde, bevor Geri und seinem Betreuerteam klar ist, dass er weitere 12 Stunden so nicht fahren kann. Als Bernd sich ins Auto zum Schlafen legte lag Geri auf Platz 2 und war frisch und munter. 3 1/2 Stunden später wecken wir ihn auf und das Rennen ist vorbei. Um 6:30 Sonntag früh sind wir wieder in Salzburg. Geri fuhr übrigens noch einen Großteil der Strecke selbst mit dem Auto zurück – naja, er hätte ja sowieso durchmachen müssen! Conclusio für die Betreuer: wir sind fit für das nächste Rennen, Geri nach ausgiebiger Physio und Ultraschall hoffentlich auch! Quelle: www.querdenken.at