Matthias Rennbericht von der Marathon WM in Montebelluna Italien:
Die 115km mit knackigen 2800hm Runde, die mir von der EM im letzten Jahr in nicht nur guter Erinnerung war ist eine würdige WM strecke die einem alles abverlang. Bei einem Top Starterfeld mit vielen Cross-Country Spetzialisten wie dem zweifachen Olympiasieger und mehrfachen Weltmeister und Weltcup Gesamtsieger Julian Absalon (FRA), dem mehrfachen Weltmeister Christoph Sauser (CH) sowie dem CC-Weltrangliste führenden Jaroslav Kulhavy (CZ), ging ich mit Startnummer 22., bedingt durch den 28. Rang in der Marathon-
Weltrangliste, an den Start. Da ich vom letzten Jahr wusste dass sich das Feld in den Singletrails in eine Perlenkette verwandelte versuchte ich mich von Beginn an unter den ersten 10 aufzuhalten um dem Ziehamonikaeffekt zu entgehen und so Körner zu sparen, was mir auch gelang. Das Rennen das anfangs von den Italienern dominiert wurde, die die Tempoarbeit für Mirko Chellestino machten, nahm erst nach ca. 35km WM Charakter an als abwechselnd Kulhavy und Sauser auf Gas drückten bis sich an einem der vielen Anstiegen eine 4 Mann Spitze bildete mit Sauser, Kulhavy, Absalon und zu meiner Überraschung war ich auch dabei. Bis 70km konnte ich mich in der Gruppe halten wobei ich genau wusste dass das Tempo für mich zu hoch war aber einfach langsamer fahren wollte ich dann auch nicht. Nach einem Fahrfehler von Sauser, an einem steilen Stich, der mich zum Absteigen zwang hatte ich den Anschluss verloren und fuhr einige km zwischen den beiden Gruppen bis ich nach ca. 85 km mit Kräpfen und extremen Rückenschmerzen zu kämpfen hatte. Von nun an musste ich, wegen dem hohen Anfangstempo mein eigenes Tempo fahren und verlor einige Plätze bis ich als 16. Glücklich ins Ziel kam.
In der Marathonweltrangliste müsste es mit den 75 Punkten von 28 in Richtung 20 gehen aber die neue Liste ist noch nicht raus.


